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Gedächtnis­weltmeister
Boris Konrad
: Deutschlands Superhirn über das Gehirn und die Börse

Boris Konrad - GedächtnisweltmeisterWir konnten Gedächtnisweltmeister, Neurowissenschaftler, Gewinner der Fernsehshow "Deutschlands Superhirn" und 3-fachen Teilnehmer bei “Wetten Dass” Boris Konrad zu einem Interview gewinnen, um mit Gero Gode, Geschäftsführer der Alpha Star Management GmbH, darüber zu sprechen, was bei Veränderungen an der Börse mit unserem Gehirn passiert und wie wir damit umgehen sollten.

In seinem Buch “Alles nur in meinem Kopf - Die Geheimnisse unseres Gehirns” beschreibt Herr Konrad warum wir wichtige Dinge vergessen und uns unwichtige Sachen einfallen, wenn wir sie gar nicht benötigen. Er weiß, ob wir Alzheimer durch Gedächtnistraining vorbeugen können und wie wir unser Gehirn verbessern, um uns erfolgreicher zu machen. Auf die Antworten auf unsere Fragen kann man gespannt sein:

Gero Gode: Herr Konrad, wir konnten Ihr Talent in den Fernsehshows wie Deutschlands Superhirn, Wetten Dass, TV-Total, im Fernsehgarten oder bei Planet Wissen begeistert verfolgen. Wurden Sie als Superhirn geboren oder würden sich auch unsere Leser die Reihenfolge eines kompletten Karten-Sets (52 Karten) in 50 Sekunden merken können (siehe Video)?

Boris Konrad: Sich die Reihenfolge eines kompletten Karten-Sets in wenigen Minuten merken, dass können auch Ihre Leser lernen. Ob es jeder in 50 Sekunden schaffen kann, weiß ich nicht ganz so sicher.

Der wichtige Punkt ist tatsächlich: Ich und auch alle anderen Gedächtnissportler wurden nicht als Superhirn geboren, sondern haben Gedächtnistechniken gelernt. In meiner Forschung konnte ich diese auch zeigen. Alle Teilnehmer meiner Studien konnten mit einfachen Techniken ihre Merkleistungen deutlich steigern.

Bei den Techniken geht es immer darum, in Bildern zu denken. Unser Gehirn hat viel mehr Platz für Bilder, Erlebtes und visualisiertes als für Namen, Daten oder Fakten. Letztere sollen darum in den großen Speicher für bildhaftes gelangen, um behalten zu werden. EIn einfaches Beispiel ist die Technik zum Namen merken: Suchen Sie sich ein Bild, dass Sie an den Namen erinnert.

Bei mir wären das vielleicht die Bilder “Boris Becker” für den Vornamen in Verbindung mit dem “Conrad”-Elektronikmarkt für den Nachnamen. Dann stellen Sie sich bildhaft vor, wie ich im Boris-Becker-Fanshirt bei Conrad Elektronik kaufe - und schon haben Sie sich meinen Namen gemerkt.

Gero Gode: Das ist sehr beeindruckend. im Gedächtnissport ist es auch üblich, sich Gegenstände in einer gewissen Reihenfolge zu merken. Ich habe gelesen, dass man dafür die Gegenstände entlang eines bestimmten Weges ablegt und dann diesen Weg wieder abgeht, um an den Stellen die Objekte wieder zu finden.

Boris Konrad: Richtig! Diese Methode heißt “Loci-Methode” oder “Routenmethode” und nutzt neben dem bildhaften Denken aus, dass in unserem Gehirn Erinnerungen fast immer mit Orten verbunden sind. Für das Finden der dafür zuständigen Place- und Grid-Cells haben Neurowissenschaftler 2014 sogar den Medizin-Nobelpreis gewonnen.

Als Gedächtnistechnik benutzt ist besonders wichtig, dass man die Wege vorbereitet. Es ist ein Missverständnis, dass man sich beim Lernen die Wege ausdenkt - nein, die sind vorbereitet. So Wege können sehr unterschiedlich sein. Ich nutze in meinen Vorträgen bei Firmen-Veranstaltungen gerne den Körper als weg, auch in meinem TEDx-Talk hatte ich das als Beispiel benutzt.

Auf den Wegpunkten ist es wichtig, dass man sich dann außergewöhnliche Bilder vorstellt: alles was Emotionen anspricht funktioniert gut. Das kennen wir auch aus dem normalen Leben: Besonders einprägsame Momente sind die, die uns emotional bewegt haben.

Gero Gode: Genauso einprägsam wie die Momente bei einem Börsencrash wie in 2008?

Boris Konrad: Ja, genau. Investoren sind von dem Phänomen nicht ausgeschlossen. Sie merken sich, wenn eine Aktie oder der Markt in kurzer Zeit stark fällt, da dies als besonders drastisches Ereignis unterbewusst in Verbindung mit Aktien gebracht wird. Diese Erinnerung erscheint relevanter, als die folgenden Jahre mit stetigen, deutlichen, aber nicht so plötzlichen Aufschwünge, die historisch stets viel mehr Rendite erzielten, als die Krisen davor gekostet haben.

Gero Gode: Börsenkrisen sind ein wiederkehrendes Wirtschaftsphänomen. Was macht unser Gehirn genau, dass wir das nicht vergessen können?

Boris Konrad: Dafür ist ein innerliegender Teil des Gehirns zuständig, das sogenannte limbische System. Es ist bei der Emotionsverarbeitung sehr wichtig, bei Triebverhalten. Heute wissen wir: Auch bei der Gedächtnisbildung! Der schon genannte Hippocampus liegt hier auch. Zusammen mit der Amygdala entscheidet er etwa in großer Panik, wie reagiert wird.

“Flight or Fight?” Wegrennen oder Kämpfen? Dafür wird dann nicht mehr auf hohe Kognition oder Fachwissen zurückgegriffen. Problem: Solche lebensbedrohlichen Situationen haben wir zum Glück heute kaum noch. Unser Gehirn geht aber davon aus. Da wird in der Prüfung dann der Professor zum “Feind” und statt die gut gelernten Inhalte abzurufen steigt der Stresspegel und das Gehirn fällt in grundlegende Verhaltensweisen zurück und schottet das Fachwissen ab.

Gero Gode: Wir treffen also unsere Entscheidungen so, als würde uns ein Säbelzahntiger gegenüber stehen. Ist das Sinnvoll?

Boris Konrad: Die Flight or Fight-Reaktion ist natürlich sinnvoll in Lebenssituationen wie vielleicht wenn ein wildes Tier auf Sie zurast. Heute vielleicht eher, wenn Sie über die grüne Ampel gehen und ein Auto auf Sie zurast, dass das Rotlicht nicht gesehen hat. Die Reaktion gehört jedoch nicht in unseren Arbeitsalltag oder an die Börse, wird aber durch den Stress und Emotionen dort trotzdem manchmal ausgelöst.

Als ich meine ersten Fernsehauftritte als Gedächtnissportler hatte, konnte ich meine Leistung kaum abrufen, da der Stress dies verhinderte. Heute habe ich Routine darin und kann die geringere Anspannung sogar positiv nutzen und meine absolute Bestleistung abrufen.

Genauso denke ich, dass langjährige Investoren oder Fondsmanager davon profitieren. Wenn an der Börse viele von Panik betroffen sind, atmen Profis kurz durch und kaufen günstig nach, während die Masse verkauft. Langfristig wird also in den Krisensituationen von den Menschen mehr verdient, die einen ruhigen Kopf behalten und die Chance erkennen.

Gero Gode: Das sagen Sie so leicht. Gefühlt kann man sich das vornehmen, einen ruhigen Kopf zu behalten und wenn es dann soweit ist, bricht die Panik bei vielen dennoch aus.

Boris Konrad: Und darum ist das regelmäßige Training des Gehirns wichtig. Die Neurowissenschaft hat in den letzten Jahren deutlich bestätigt, dass durch Wiederholung die Verbindung der Neuronen im Gehirn - also die Synapsen - verändert werden.

Ein gutes Training für den Krisenfall wäre daher z.B. die regelmäßige Visualisierung der Situation und des Umgangs in dieser Zeit. Anders ausgedrückt kann man sogar eine Art Vorfreude auf die Zeit entwickeln, um der Situation bei Eintreten positiv entgegen zu stehen.

Denken Sie an Piloten: Die trainieren jahrelang, auch nach Abschluss der Ausbildung immer wieder, Notsituationen im Simulator. Wenn es gut läuft erleben sie aber in ihrer ganzen Karriere keinen einzigen Ernstfall. Wenn doch, sind sie aber vorbereitet.

Auch Börsen sind also in “normalen Börsenphasen” und in Krisen interessant, fordern aber unterschiedliche Aktionen. Wenn unser Gehirn beides versteht, macht Vermögensaufbau immer Spaß.

Gero Gode: Vielen dank für diese bedeutenden Einblicke, Herr Konrad. Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg bei Ihren Forschungen. Gibt es eine ideale Plattform, auf der wir von Ihren zukünftigen Forschungen und Publikationen erfahren können?

Boris Konrad: Vielen Dank auch Ihnen. Auch wenn ich vor allem mit Menschen arbeiten darf, die sich unter Stress oder im gewohnten Umfeld mehr merken oder schneller lernen möchten, finde ich auch Ihre Arbeit als Investor ein spannendes Feld. Es scheint so einfach, sein Geld zu investieren und einfach liegen zu lassen. Zu hinterfragen wieso gewisse Zustände im Gehirn hier eigentlich gefestigtes Wissen blockieren ist sehr interessant.

Wer mehr Neuigkeiten von mir erfahren will, kann auf meiner Website www.boriskonrad.de einen Newsletter abonnieren oder mir auf LinkedIn, Xing oder auch Facebook folgen. Natürlich freue ich mich auch über alle die Lust haben mal ein Seminar bei mir zu besuchen.

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