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« News: IVU Traffic Technologies AG Veröffentlicht am 25.03.2015

Bei den Zahlen der IVU AG lohnt ein zweiter Blick

Heute veröffentlichte die IVU Traffic Technologies AG (IVU AG) die Zahlen für das Geschäftsjahr 2014. Diese wurden an der Börse nicht besonders gut aufgenommen und die Aktie mit einem Rückgang um über 7 % abgestraft. Jedoch lohnt ein zweiter Blick auf die Zahlen und die Aussichten des Unternehmens.

Umsatzqualität hat sich erhöht

Mit Umsatzerlösen in Höhe von 47,2 Mio. Euro konnte die IVU AG ihr selbst gestecktes Ziel von 48 Mio. Euro nicht ganz erreichen. Dennoch ist ein Zuwachs gegenüber 2013 in Höhe von 2,1 % erreicht worden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass das Geschäft der IVU AG stark von Projekten geprägt ist und es daher leicht zu Verzögerungen bei der Umsatzrealisierung kommen kann.

Unabhängig davon hat sich jedoch die Umsatzqualität deutlich verbessert. Während der Wartungsumsatz mit 12,1 Mio. Euro auf dem Vorjahresniveau verharrte, waren die Umsätze mit Lieferungen/Dienstleistungen und Wertverträgen um 7,3 % rückläufig. Diese beinhalten das magenschwache Hardwaregeschäft. Dafür legten die Lizenzumsätze, also diejenigen mit den IVU-Softwareprodukten, um 39 % zu. Die Entwicklung des Umsatzmixes ist damit also als positiv einzuschätzen.

Bereinigtes EBIT deutlich über Vorjahr

Die Folge des guten Umsatzmixes war eine merkliche Verbesserung der Rohertragsmarge um 3,3 Prozentpunkte auf 78,5 %, was, bei ansonsten moderat ansteigenden Fixkosten, wiederum einen erhöhenden Effekt auf das EBIT auswirkte. So legte das EBIT um rund 13 % auf 4,3 Mio. Euro zu. Die EBIT-Marge verbesserte sich auf 9,2 %, nach 8,3 % im Vorjahr.

EBIT und Marge der IVU AG

Wenngleich diese Entwicklung bereits als sehr gut einzuschätzen ist, gilt zu beachten, dass sowohl in 2013, als auch in 2014 Sonderaufwendungen im Ergebnis enthalten waren. Auf frühere Projekte wurden Einzelwertberichtigungen auf Kundenforderungen in Höhe von 0,9 Mio. Euro in 2013 und 1,1 Mio. Euro in 2014 vorgenommen. Diese Korrekturen sollten in den kommenden Jahren nicht mehr anfallen.

Bereinigt man das EBIT um diese Aufwendungen, wird deutlich, dass die IVU AG im Kern bereits heute deutlich profitabler arbeitet. Unter Berücksichtigung der Bereinigung wäre das EBIT in 2014 bei 5,5 Mio. Euro gelegen, 16 % über dem Vorjahr. Die EBIT-Marge betrüge gleichzeitig 11,6 %. Diese Betrachtung veranschaulicht insbesondere gut, dass das Umsatzniveau, auf dem sich die IVU AG inzwischen bewegt, Skaleneffekte zulässt, die sich in überproportionalen Margensteigerungen niederschlagen. Die hohe Standardisierung der IVU-Produkte ist dabei eines der Erfolgsgeheimnisse.

Ausblick überzeugt

Für das Jahr 2015 ist der Vorstand der IVU AG optimistisch. Vor allem auf den wichtigen Auslandsmärkten außerhalb Europas sollen neue Aufträge generiert werden. Auch in den USA werden nun verstärkte Vertriebsanstrengungen unternommen. Dafür wurden bereits zwei Präsenzen in den USA eröffnet und eine Vertriebskooperation mit einem namhaften Hersteller von Geräten für Fahrscheinverkauf und ?kontrolle geschlossen.

In Summe erwartet der Vorstand für 2015 einen Umsatzzuwachs auf 50 Mio. Euro, was einem Wachstum um rund 6 % entspricht. Auch beim Rohertrag soll eine weitere Steigerung auf 39 Mio. Euro herbeigeführt werden. In der Folge sollte damit auch beim EBIT ein Anstieg zu sehen sein. Allein der Wegfall der genannten Einzelwertberichtigungen müsste für einen entsprechenden Ergebnisanstieg sorgen.

Nicht zuletzt hat die IVU AG für das Jahr 2014 erstmalig die Ausschüttung einer Dividende vorgeschlagen. Mit 0,05 Euro pro Aktie fällt diese angesichts der komfortablen Liquiditätssituation des Unternehmens nicht besonders hoch aus, kann aber als Signal des Unternehmens gewertet werden, auch in den kommenden Jahren Ausschüttungen vorzunehmen.

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