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Der Laden, der Sie nicht zur Kasse bittet

07.02.2022 - Mit vollen Einkaufstaschen an der Kasse vorbei gehen und den Laden verlassen. Was zunächst wie eine Straftat klingt, ist ein neues Konzept eines der größten Handelsunternehmen der Schweiz.

Der Laden, der Sie nicht zur Kasse bittet

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Einigen ist das Konzept von Self-Service vielleicht schon ein Begriff. Erst letztes Jahr hat Amazon einen Laden in London eröffnet, in dem es keine Kassen gibt, sondern Artikel, die beim Herausnehmen aus den Regalen automatisch per Kameras, Waagen und anderer Sensorik erfasst werden. Beim Verlassen des Ladens wird der Preis automatisch vom Konto abgebucht. Der Laden ist damit der erste seiner Art in Europa. Nun testete Migros, mit einem jährlichen Umsatz von über 28 Milliarden Franken das größte Detail­handels­unternehmen der Schweiz, das Konzept in 100 Filialen. Mit Erfolg!

Sensoren erkennen automatisch die entnommene Ware

Ein zentrales System

Im Gegensatz zur Umsetzung des Onlinehändlers bietet Migros seinen Kunden gleich drei verschiedene Formen des Self-Service. Zusätzlich zum Scannen per Smartphone kommt die Option hinzu, auch mit tragbaren Scannern oder an festen Stationen den Einkauf selbst erfassen und bezahlen zu können.

Möglich wird dies durch die Softwarelösung, subitoGo. Wie auch die verwendete System-Architektur des Händlers, wurde diese vom Softwareproduzenten GK-Software entwickelt, was eine lückenlose Anbindung von Self-Service an die Kanäle des herkömmlichen Vertriebes, wie beispielsweise Kassenterminals, ermöglicht. Die Migros-App wurde ebenfalls maßgeblich ausgebaut, um die neuen Funktionen bieten zu können.

Verwendbare Geräte

Schnittstelle zwischen Händler und Kunden

Mit der App ist es den Kunden auch möglich, Waren einzustecken und den Laden direkt zu verlassen. Verbundene Preise werden automatisch erfasst und abgebucht. Wer die App nicht verwenden möchte, kann seinen Einkauf an festen Stationen oder mit tragbaren Scannern abschließen. Gegensätzlich zur initialen Annahme sind die Läden ohne Kassen durch die verwendete Sensorik und Überwachungstechnik auch besser gegen Diebstahl geschützt.

Die Vorteile des Systems beschränken sich nicht nur auf wegfallende Wartezeiten von Kunden an der Kasse. Durch die Verwendung von Smartphones als zentrale Schnittstelle zu den Konsumenten wird es den Händlern ermöglicht, direkter mit den Kunden zu interagieren. In der Migros-App können Kunden vor ihrem Einkauf Informationen zum Angebot, während des Einkaufes, Zugang zu Coupons und Gutscheinen und nach dem Einkauf, Einsicht in eine digitale Quittung erhalten.

GK-Software gilt als einer der bedeutendsten Treiber von Self-Service. Ergänzend zu seiner POS(Point of Sale)-Lösung schafft der deutsche Entwickler für das Schweizer Großunternehmen die ideale Plattform für eine kontaktlose und effiziente System-Architektur. Zwar ist es noch zu früh, um aussagekräftige Ergebnisse evaluieren zu können, aber die Resonanz der Kunden ist bisher sehr positiv und eine Ausweitung auf über 500 Filialen bis Ende März 2022 ist in Planung.

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Autor Alexander PischelAutor Alexander Pischel ist Innovations-Analyst bei den Alpha Star Fonds. Alpha Star verfolgt mit seinen Aktienfonds das Ziel, in innovative Qualitätsunternehmen aus dem Mittelstand zu investieren. Folgen Sie uns auf Linkedin: Alpha Star / Alexander Pischel.

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