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Lebensrettende Strahlung

10.02.2022 - Krebs ist einer der am längsten bekannten Krankheiten und doch wissen wir vergleichs­weise wenig über sie. Strahlung, eigentlich ein Verursacher von Krebs, wird verwendet, um diesen zu bekämpfen.

Lebensrettende Strahlung

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Das Risiko, während seines gesamten Lebens an Krebs zu erkranken, liegt bei über 50 %. Über ein Viertel der an Krebs erkrankten Menschen in Deutschland verlieren an der Krankheit ihr Leben. Hoffnung auf Genesung hat meist nur, wer einen Befall frühzeitig behandeln lässt, wofür wiederum eine schnelle und genaue Diagnose des betroffenen Gewebes notwendig ist.

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Schwer zu erkennen

Wucherungen, Karzinome und Tumore unterscheiden sich in der Struktur des Gewebes nur minimal von der eines gesunden Gewebes. Dies macht es leider unmöglich, den Befall mit herkömmlichen Methoden wie Röntgenstrahlung, welche zur Abbildung von dichteren Zellstrukturen wie Knorpel oder Knochen genutzt wird, zu identifizieren.

Anders als bei Röntgenaufnahmen, in denen Strahlung den Körper durchdringt, wird bei der sogenannten SPECT-Diagnose eine radioaktive Substanz in das betroffene Gewebe injiziert. Je nach Beschaffenheit sondert dieses danach über eine kurze Zeit Strahlung ab. Diese lässt sich wiederum messen, wodurch es möglich ist, präzise Aufnahmen von Karzinomen und Tumoren anfertigen zu lassen.

Klares Abbild des Befalls

So lange wie nötig, so wenig wie möglich

Die Herausforderung der Singlephotonen-Emissions­computer­tomografie (SPECT) besteht darin, das schnell zerfallende, radioaktive Isotop Technetium-99m schnell in das gewünschte Organ zu transportieren. Seine Halbwertszeit beträgt nur 66 Stunden, weshalb es kurz vor der Diagnose in sogenannten Generatoren angereichert werden muss. Längere Zerfallszeiten würden zu einer unnötig langen Bestrahlung führen, welche wiederum andere, schwere gesundheitliche Folgen mit sich führen kann.

Der argentinische Nuklearmedizinspezialist Technonuclear produziert Generatoren zur Anreicherung von Technetium-99 m. Seit Beginn dieses Jahres zählt das Unter­nehmen zum Konzern der Eckert und Ziegler AG, einem der weltweit größten Hersteller radioaktiver Komponenten für wissenschaftliche, medizinische und messtechnische Zwecke.

Das globale Netz an Produktionsstätten, die finanziellen Ressourcen und die Expertise von Eckert & Ziegler bei der Herstellung und im Vertrieb von radioaktiven Isotopen bietet den idealen Nährboden für die zukünftige Entwicklung von Tecnoclear. Andererseits ermöglichte die Akquisition des langjährigen Kooperationspartners Eckert und Ziegler den Einstieg in den globalen SPECT-Markt. Derzeit kommt das Verfahren bei rund 25 Millionen Patienten zu Einsatz, die derzeitige Weiterentwicklung und Forschung an SPECT-Tracern gibt allerdings Ausblick auf einen dynamischen Anstieg.

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Autor Alexander PischelAutor Alexander Pischel ist Innovations-Analyst bei den Alpha Star Fonds. Alpha Star verfolgt mit seinen Aktienfonds das Ziel, in innovative Qualitätsunternehmen aus dem Mittelstand zu investieren. Folgen Sie uns auf Linkedin: Alpha Star / Alexander Pischel.

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