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Schnelle Diagnose statt erschütternde Folgen

24.08.2022 - Neuronale Spätfolgen stellen für Leistungssportler ein hohes Risiko dar. Prominentestes Beispiel dürfte wohl das sogenannte “Boxer Parkinson” sein, an dem auch Muhammed Ali litt. Erst jetzt kann durch Durchbrüche in der Diagnostik gegen solche Krankheiten effektiv vorgegangen werden.

Schnelle Diagnose statt erschütternde Folgen

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Müdigkeit, Schwindel und Gedächtnisverlust sind die Symptome einer Gehirnerschütterung. Meist vergehen diese nach wenigen Tagen oder sogar schon Stunden nach der Erschütterung des Gehirns wieder. Die Verletzung ist allerdings alles andere als verheilt und das betroffene Gehirngewebe kann noch lange Zeit gereizt und damit anfällig sein. Erneute Beanspruchung dieser Bereiche kann dazu führen, dass sich diese Symptome manifestieren. Die daraus resultierende Krankheit, eine sogenannten CTE (Chronisch Traumatische Enzephalopathie), ist alles andere als eine Seltenheit, vor allem für Praktizierende, von kontaktintensiven Sportarten. So entwickeln über 85 % aller Footballspieler im Laufe ihrer aktiven Laufbahn eine CTE.

Schäden an den empfindlichen Nerven

Komplizierte Diagnose

Das Gefährliche an Erkrankungen des Zentralen Nervensystems ist, dass sie sich überwiegend gar nicht oder nur sehr schwer behandeln lassen, sind sie erst einmal ausgebrochen. Dies geschieht allerdings stark zeitversetzt, was ein rechtzeitiges Reagieren quasi unmöglich macht. Als einzige Lösung bleibt eine präventive Untersuchung.

Das Gewebe des Zentralen Nervensystems ist extrem empfindlich und deshalb meist von Knochen umgeben. Dieser Schutzmechanismus ist im Anwendungsfall der Diagnostik allerdings von Nachteil, denn er erschwert die Entnahme von Gewebe zur Untersuchung erheblich. So ist diese nur an bestimmten Stellen durch Punktation möglich, was wiederum für den Patienten sehr schmerzhaft ist.

Diagnose mit nur wenigen Tropfen Blut

Entscheidende Befunde

Zusätzlich kann es durch die traditionelle Methode der Punktation dazu kommen, dass Bakterien oder Viren in das mit nur wenigen Immunzellen versehene Nervengewebe gelangen. Neben den gängigen Folgen einer solchen Untersuchung wie Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel, kommt hierdurch zusätzlich ein großes Risiko hinzu. Verbunden mit dem Aufwand einer Untersuchung, ist dies für die meisten Menschen ein Grund dafür, auf das eigentlich notwendige Erstellen eines Befundes zu verzichten.

Dabei wäre genau das hierdurch gewonnene Wissen essenziell, damit gefährdete Personen wie Leistungssportler eine medizinisch notwendige Ruhe- und Regenerationsphase erhalten und einhalten können. Ein neuer Ansatz der Stratec SE ermöglicht dies nun.

Sogenannte Neurofilamente spielen eine zentrale Rolle in der Struktur von Nervenzellen. Werden diese nämlich überstrapaziert, geraten durch die Beschädigung mikroskopische Bestandteile in das Blut. Mittels molekularer Nachweissysteme können so aus nur wenigen Tropfen Blut alle relevanten Informationen gewonnen werden. Entdeckt wurde dieses Verfahren dank der engen Partnerschaft des medizinischen Technologieunternehmens Stratec mit Kliniken, Grundlagenforschern sowie Sportvereinen. Die gewonnenen Erkenntnisse richten sich dabei nicht nur an spezifische Zielgruppen, sondern an alle Menschen, wie beispielsweise durch die frühzeitige Erkennung des Parkinsons-Syndroms.

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Autor Alexander PischelAutor Alexander Pischel ist Innovations-Analyst bei den Alpha Star Fonds. Alpha Star verfolgt mit seinen Aktienfonds das Ziel, in innovative Qualitätsunternehmen aus dem Mittelstand zu investieren. Folgen Sie uns auf Linkedin: Alpha Star / Alexander Pischel.

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