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« News: IVU Traffic Technologies AG Veröffentlicht am 19.11.2015

Viertes Quartal der IVU AG mit Spannung erwartet

Gestern legte die IVU Traffic Technologies (IVU) Zahlen für das dritte Quartal vor. Während die Umsatzerlöse in den ersten neun Monaten 2015 um 23,3 % auf 33,5 Mio. Euro stiegen, lag das EBIT mit -0,1 Mio. Euro sogar leicht im negativen Bereich. Dies war auch im Vorjahr bei den entsprechend niedrigeren Umsatzerlösen der Fall. Insofern stellt sich die Frage, was auf Gesamtjahressicht zu erwarten ist, nachdem in 2014 ein EBIT von 4,4 Mio. Euro erzielt wurde.

IVU Umsatz und EBIT Q4 2014

Bei den Zahlen für das dritte Quartal 2015 gibt es drei Dinge zu berücksichtigen:

Erstens: Das vierte Quartal ist mit Abstand das wichtigste im Jahresverlauf. In 2014 wurden im vierten Quartal 20,1 Mio. Euro Umsatzerlöse erzielt, fast doppelt so viel wie im dritten Quartal. Es ist, auch gemäß den Aussagen des Managements hinsichtlich des guten Auftragsbestandes, davon auszugehen, dass eine ähnlich starke Konzentration auf das vierte Quartal auch in 2015 zu verzeichnen sein wird.

Zweitens: Die Rohertragsmarge lag im dritten Quartal 2015 mit 72,3 % signifikant unter dem Vorjahresniveau von 84,3 %. Dennoch hat das Management die Erwartung für die Rohertragsmarge auf Gesamtjahresbasis von rund 78 % bestätigt. Daher ist davon auszugehen, dass die niedrige Rohertragsmarge nach neun Monaten auf einen hohen Hardwareanteil in den abgearbeiteten Projekten zurückzuführen ist. Vielmehr lässt es zudem die Vermutung zu, dass im vierten Quartal dann margenstärkere Umsätze abgerechnet werden können.

Drittens: Das vierte Quartal des Vorjahres war durch zwei Sondereffekte in Höhe von zusammen 1,7 Mio. Euro geprägt. Diese betrafen Abfindungszahlungen sowie Forderungsabschreibungen auf ein bereits beendetes Projekt. Beide Effekte sind in diesem Jahr nicht mehr zu erwarten. Würde man das vierte Quartal 2014 um diese Effekte bereinigten, wäre das EBIT bei 6,1 Mio. Euro gelegen, anstelle der ausgewiesenen 4,4 Mio. Euro.

Alle drei Faktoren zusammen, lassen die Zahlen für das dritte Quartal 2015 in einem anderen Licht erscheinen, beziehungsweise unverändert positiv auf das Gesamtjahr 2015 blicken. Dies gilt zumal der Vorstand die Prognose für das Jahr 2015 bestätigte. Die Kostenquoten (Personal, sonstige betriebliche Aufwendungen) waren nach 9 Monaten 2015 trotz der höheren Umsatzerlöse unter Vorjahresniveau. Skaleneffekte scheinen also mit steigenden Umsatzerlösen zu greifen. Insofern könnte der erwartungsgemäß um 2 Mio. Euro höhere Rohertrag in 2015 (Prognose des Managements: 39 Mio. Euro vs. 37,1 Mio. Euro in 2014) einen direkten Effekt auf das EBIT haben, das in 2014 am Ende bei 4,4 Mio. Euro lag.

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