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Die Alpha Star Aktienfonds bieten Ihnen ausgewogene
Investments in Aktien aus dem Deutschen Mittelstand, aufgeteilt in zwei einzigartige Investmentfonds.
Aktienfonds
WKN  HAFX64
ISIN   LU1070113235
Dividendenfonds
WKN  HAFX8L
ISIN   LU1673114820
0821-2070 954-0
     Mo-Fr  9-18 Uhr

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Dividenden

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In Sachen Dividenden gibt es widersprüchliche Meinungen. Viele Anleger kaufen nur solche Aktien, die auch eine Dividende zahlen. Andere wiederum meinen, dass Dividenden nicht notwendig und damit auch keine Voraussetzung für eine Entscheidung für oder gegen eine Aktie sind. Wiederum andere Anleger meiden sogar gezielt Aktien, die eine Dividende zahlen. Die Wahrheit liegt, wie so oft, in der Mitte. Keine dieser unterschiedlichen Aussagen ist per se richtig oder falsch. Vielmehr kommt es darauf an, welches Unternehmen wir im jeweiligen konkreten Fall betrachten. Für das eine Unternehmen kann eine Dividende wichtig sein, bei einem anderen schädlich. Thema dieses Artikels ist es, diese Fragestellungen zu erörtern.

Jetzt neu: Alpha Star Dividendenfonds

Dividende als Renditebestandteil

Dividenden sind unbestritten ein Teil der Gesamtrendite, die ein Anleger erzielen kann. Die Gesamtrendite setzt sich dabei aus Kurssteigerungen und Dividenden zusammen. Zusammengenommen ergibt dies die Wertsteigerung, die ein Aktionär über die Haltedauer hinweg erzielt.

Gesamtrendite

Nehmen wir an, ein Aktionär kauft eine Aktie zu einem Preis von 5€€. Über seine Haltedauer steigt die Aktie um 1€ € bzw. 20% auf dann 6€€. Zudem hat der Aktionär während seiner Haltedauer eine Dividende in Höhe von 1€€ erhalten. Zusammen beträgt der Ertrag zum Verkaufszeitpunkt damit 2€; die Rendite liegt bei 40%.

Damit wird auch ersichtlich, warum Dividenden bei einigen Anlegern so beliebt sind. Während Kurssteigerungen sehr schwierig vorherzusagen sind, sind Dividenden stabiler. Ein Unternehmen, das über die vergangenen 10 Jahre hinweg regelmäßig Dividenden ausgezahlt hat, wird wohl mit einer hohen Wahrscheinlichkeit auch im kommenden Jahr eine Ausschüttung vornehmen können. Wenn der Aktienkurs einmal abfällt, beispielsweise aufgrund von Marktturbulenzen, können Dividenden die Gesamtrendite im Zweifel sogar stabilisieren. Das Minus kann so begrenzt werden.

Nicht zuletzt verursachen Dividendenzahlungen auch einen Effekt des Liquiditätszuflusses. Mit der Ausschüttung steht dem Investor wieder Geld für neue Investments zur Verfügung. Beispielsweise könnte die Dividende wieder dazu verwendet werden, weitere Aktien der gleichen Gesellschaft zu erwerben. So kann man seinen Anteil am Unternehmen über die Zeit erhöhen, sofern das gewünscht ist.

Die Ausschüttungen haben auch den Effekt der Risikominimierung. Wenn ein Investor eine Aktie für 10€€ gekauft hat und eine jährliche Dividende von 1€€ erhält, dann hat er - lässt man Steuern außen vor - seinen Einsatz nach 10 Jahren zurückerhalten. Inklusive Steuern würde es in diesem Beispiel aufgrund der abzuführenden Abgeltungssteuern tatsächlich 14 Jahre dauern. Wie dem auch sei; Ist der ursprüngliche Einsatz zurückerhalten, so sind die Aktien mit vollem Wert und jede weitere Dividendenzahlung risikofreier Reingewinn. Selbst wenn das Unternehmen insolvent ginge, würde kein Verlust mehr anfallen können.

Dividendenrendite

Die Höhe der Dividende ist von Unternehmen zu Unternehmen verschieden, da nicht nur verschiedene Ausschüttungspotenziale vorhanden sind, sondern sich auch die Aktienanzahl unterscheidet. Selbst wenn zwei Unternehmen die gleiche Höhe der Gesamtdividende ausschütten, weicht die Dividende pro Aktie voneinander ab, falls die Gesamtzahl der Aktien nicht identisch ist. Für einen Aktionär mit jeweils gleich vielen Aktien von beiden Gesellschaften würden dann, trotz identischer Gewinne auf beide Aktien, unterschiedlich hohe Dividenden entfallen. Die Dividendenrendite ist der Wert, der die Vergleichbarkeit verschiedener Unternehmen ermöglicht. Dabei wird die Dividende pro Aktie ins Verhältnis zum aktuellen Aktienkurs gesetzt.

Dividendenrendite

Die Dividendenrendite macht die relative Höhe von Dividenden vergleichbar. So ist eine optisch hohe Dividende von 10€€ pro Aktie eines Unternehmens, dessen Aktie bei 500€ notiert, unattraktiver (2% Dividendenrendite) als eine Dividende von 1€€ für eine Aktie, die bei 20€€ gehandelt wird (5% Dividendenrendite).

Je höher die Dividendenrendite ist, desto interessanter ist das Unternehmen unter sonst gleichen Voraussetzungen, denn umso schneller kann die anfängliche Investition in eine Aktie unabhängig von der Aktienkursentwicklung zurückerhalten werden.

Ausschüttungsquote

Stetige Dividendenausschüttungen sind für ein Unternehmen ein Zeichen von Stabilität. Kann ein Unternehmen über einen langen Zeitraum hinweg eine Dividende ausschütten, obwohl eventuell wirtschaftliche Abschwungphasen in diesem Zeitraum inbegriffen waren, kann dies als klares Indiz dafür gewertet werden, dass eine gewisse operative und bilanzielle Stetigkeit und Stabilität vorherrscht.

Von Unternehmensseite her gibt es dabei verschiedene Dividendenstrategien. Während das eine Unternehmen Dividenden bezüglich der absoluten Höhe stetig hält, bevorzugen andere eine Ausschüttung etwa eines gewissen prozentualen Anteils des Jahresüberschusses. Gesellschaften, die sich in einem Stadium zunehmender Reife befinden, könnten hingegen die Steigerung der Dividende in prozentualen oder absoluten Schritten bevorzugen. Eine Beobachtung der Ausschüttungen vergangener Jahre kann die Politik eines Unternehmens verdeutlichen und Aufschluss über das zukünftige Ausschüttungsverhalten geben.

Nachhaltige Wachstumsrate

Wie hoch die Ausschüttung eines Unternehmens ist, lässt sich mittels der Ausschüttungsquote messen, welche die Dividende ins Verhältnis zum Jahresüberschuss setzt. Dies ist insbesondere bei der Betrachtung eines längeren Zeitraums sinnvoll.

Ausschüttungsquote

Von nicht weniger wichtiger Bedeutung ist jedoch aber auch der Teil des Jahresergebnisses, welcher im Unternehmen verbleibt, also der Thesaurierungssatz bzw. die Einbehaltungsquote. Im Umkehrschluss ist die Einbehaltungsquote derjenige Betrag, der nach Dividendenausschüttung im Unternehmen verbleibt.

Einbehaltungsquote

Die Einbehaltungsquote ist deshalb von Bedeutung, da das Unternehmen den nicht ausgeschütteten Teil des Jahresergebnisses dazu verwenden kann, aussichtsreiche Investitionen zu tätigen und so den Unternehmenswert eventuell weiter zu steigern. Die nachhaltige Wachstumsrate ist diesbezüglich eine wichtige Kennzahl. Diese gibt die Wachstumsrate der Dividende, die für eine bestimmte Höhe der Eigenkapitalrendite aufrechterhalten werden kann (vorausgesetzt die Kapitalstruktur bleibt unverändert), an. Rechnerisch ergibt sich die nachhaltige Wachstumsrate wie folgt:

Nachhaltige Wachstumsrate

Anhand der Formel wird ersichtlich, dass das Dividendenwachstum abhängig von den einbehaltenen Beträgen des Jahresüberschusses sowie der erzielten Eigenkapitalrendite ist. Werden die einbehaltenen Erträge mit derselben Eigenkapitalrendite verzinst, steigt die Wertschöpfung, sodass in der Folge auch die Ausschüttungen bzw. Dividenden wiederum erhöht werden können. Je höher die Rentabilität eines Unternehmens, also je höher die Eigenkapitalrendite, desto stärker fällt das Dividendenwachstum aus. Andersherum bedeutet dies auch, dass das Dividendenwachstum desto niedriger ist, je niedriger die Einbehaltungsquote (bzw. je höher die Dividende) ausfällt. Die Katze beißt sich an dieser Stelle also in den Schwanz: Die eingangs gestellte Frage nach der Sinnhaftigkeit von Dividenden wird wieder aufgeworfen.

Wann sollte keine Dividende ausgezahlt werden?

Die Betrachtung der nachhaltigen Wachstumsrate macht deutlich, dass Dividendenausschüttungen insbesondere dann sinnvoll sind, wenn Unternehmen die erwirtschafteten Jahresüberschüsse nicht für Investitionen verwenden können, welche eine der Eigenkapitalrendite entsprechende Rendite erzielen. Kann ein Unternehmen die Mittel investieren und damit Renditen auf mindestens dem Niveau der Eigenkapitalrendite erzielen, sollte dieses Unternehmen dann sogar gar keine Dividende ausschütten. Aktionäre sind in diesem Fall besser beraten, auf die Dividende zu verzichten, um eine höhere Wertschöpfung zu ermöglichen.

Eine weitere Darstellung verdeutlicht diesen Punkt nochmals. Die Dividendenrendite (Dividende pro Aktie / Aktienkurs) kann auch mittels folgender Formel ausgedrückt werden:

Dividendenrendite (ausfuehrlich)

Dabei ist die geforderte Rendite die Renditeforderung eines Investors unter Berücksichtigung der jeweiligen Risikoklassifizierung der Aktie. Typischerweise ist die Renditeforderung für Aktien deutlich höher als etwa für Anleihen, insbesondere da Eigenkapital nachrangig ist und somit das höhere Risiko birgt, vollständig verloren zu gehen.

Die obige Gleichung zeigt, dass die Dividendenrendite negativ mit der nachhaltigen Wachstumsrate korreliert. Je höher also die nachhaltige Wachstumsrate ist, desto kleiner fällt die Dividendenrendite aus. Die nachhaltige Wachstumsrate ist, wie oben bereits gesehen, dann höher, wenn die Ausschüttungsquoten klein sind und/oder die Eigenkapitalrendite hoch ist.

Der Kreis schließt sich an dieser Stelle, wenn man bedenkt, dass niedrige nachhaltige Wachstumsraten gemäß obiger Formel zu einer niedrigen Dividendenrendite führen. Dies ist konsistent mit der Tatsache, dass reife Unternehmen, die über eine lange Historie verfügen, oftmals stabile Dividenden ausschütten, diese sich aber relativ behäbig entwickeln. Entsprechend ist die Dividendenrendite bei diesen Unternehmen häufig niedrig, aber kontinuierlich. Unternehmen dieser Kategorie sind insbesondere in gesättigten Branchen, etwa der Versorgungs- oder Nahrungsmittelbranche, oftmals anzutreffen.

Exkurs: Aktienbewertung mit Dividenden

Dividenden eignen sich in bestimmten Fällen auch, um den Wert eines Unternehmens zu bestimmen. Dabei gibt es komplexe Modelle, die jedoch an dieser Stelle den Rahmen sprengen würden und vielmehr ein eigenständiges Themengebiet darstellen. Zur Illustration sei jedoch das Grundmodell der Unternehmensbewertung per Dividenden erläutert.

Das einfachste Dividendenmodell basiert auf der Bewertung einer Aktie anhand der erwarteten Dividende. Derzeit würde also die erwartete Dividende für das laufende Geschäftsjahr 2017 in Frage kommen, welche dann im kommenden Jahr 2018 ausbezahlt werden wird. Zur Bewertung wird die erwartete Dividende durch die Differenz aus der geforderten Rendite und der nachhaltigen Wachstumsrate der Dividenden (siehe oben) herangezogen:

Wert der Aktie

Wird für eine Aktie beispielsweise eine Dividende in Höhe von 1€€ erwartet und beträgt die geforderte Rendite des Investors 10%, sowie die nachhaltige Wachstumsrate der Dividenden 2%, so errechnet sich ein Wert der Aktie von 12,5€€ (1€ €/ [0,10 -– 0,02]). Wieder ist dieselbe Abhängigkeit gegeben wie in der vorherigen Gleichung. Je niedriger die geforderte Rendite bzw. je höher die nachhaltige Wachstumsrate anzusetzen ist, desto höher fällt der Wert der Aktie aus. Das gleiche gilt umgekehrt.

Fazit

Die Ausschüttung von Dividenden ist nicht unbedingt notwendig, um eine gute Rendite mit Aktien zu erzielen. Vielmehr machen Dividendenausschüttungen nur dann Sinn, wenn ein Unternehmen nicht über die Möglichkeit verfügt, Investitionen zu tätigen, die eine ausreichende Rendite abwerfen. Kann ein Unternehmen die Geldmittel verwenden, um damit Renditen auf oder über dem Niveau der Eigenkapitalrendite zu erwirtschaften, sind Dividenden sogar kontraproduktiv und würden eine niedrigere Wertschöpfung verursachen. Nichtsdestotrotz sind Dividenden ein wichtiger Renditebestandteil für Investoren, insbesondere da Dividenden besser planbar sind als Kursgewinne. Der „Spatz in der Hand“ zählt gerade in schlechten Börsenzeiten viel.

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