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Digitalen Fakes einen Schritt voraus

16.11.2022 - Digitale Verfälschung von biometrischen Daten stellt ein großes Risiko für Kontrollsysteme dar. Schärfere digitale Kontrollen werden dadurch eine Notwendigkeit.

Digitalen Fakes einen Schritt voraus

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Als Berlins Bürgermeisterin Franziska Giffey einen Anruf von Vitali Klitschko erhielt, ahnte noch niemand in der Senatskanzlei welche Wendung das Gespräch nehmen sollte. Die Videokonferenz beginnt, der Anruf wird aufgebaut und nach kurzem Warten ist auf dem Bildschirm der Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, zu sehen und seine Stimme ertönt aus den Lautsprechern. Alles scheint normal, doch im Laufe des Gesprächs weicht der Gesprächspartner immer weiter von gesetzten Themen ab. Als nach rund 30 Minuten Zweifel aufkommen, wird das Gespräch abgebrochen. Im Nachhinein zeigte sich, es handelte sich nicht um Kiews Bürgermeister, sondern um eine raffinierte Täuschung.

Face Morph

Digitale Fälschung

Auch wenn sich Experten momentan noch uneinig sind, ob es sich bei dem Betrug um einen cleveren Zusammenschnitt von existierendem Material oder um computergenerierte “Deep-Fakes” handelt, zeigt der Fall, wie leicht wir uns bei der Kommunikation auf digitalen Kanälen täuschen lassen können. Das Risiko beschränkt sich allerdings nicht nur auf Videocalls.

Biometrische Daten und Gesichtserkennung sind inzwischen eine weit verbreitete Methode der Grenzkontrolle. Sogenannte Self-Service-Kontrollstationen sind an Bahnhöfen, Flughäfen und Grenzkontrollstationen zu finden. Sie ermöglicht ein schnelles und effizientes Überprüfen der Identität. Sogenannte Morphing-Angriffe stellen das neue System allerdings auf eine harte Probe.

Gesichtserkennung bei der Zugangskontrolle

Schwer zu identifizierender Betrug

In Morphs verwenden Betrüger Passfotos mehrerer Personen, welche KI-basiert oder manuell verschmolzen werden. Das daraus resultierende Bild enthält die biometrischen Daten zweier Personen. Das Problematische: Mehrere Betrüger sind als dieselbe Person zu erkennen und können somit die gleichen Dokumente verwenden. Besonders kritisch ist dabei, dass gut erstellte Morphs sowohl für bisherige Kontrollsoftware, als auch Beamte quasi nicht zu identifizieren sind.

Aus diesem Grund hat Deutschlands führendes Cybersecurity Unter­nehmen Secunet einen neuen Algorithmus entwickelt, welcher auf die Identifizierung von genau solchen Fälschungen spezialisiert ist. Dieser wurde kürzlich dem unabhängigen und international anerkannten “Face Recognition Vendor (FRVT)"-MORPH-Test des National Institute of Standards and Technology (NIST) eingereicht.

Das Ergebnis: Die Erkennung von Morphing-Bildern hat inzwischen ein Leistungsniveau erreicht, das einen operativen Einsatz ermöglicht. Vor allem in der Kategorie “Hochwertige Morphs” konnte das Programm überzeugen. Es identifiziert Fälschungen schneller und zuverlässiger als andere Software und sogar Menschen. Durch die positiven Ergebnisse bestärkt, kommt der Algorithmus in allen vorhandenen Sicherheits­maßnahmen zur Grenz- und Zugangs-Kontrolle von Secunet zum Einsatz, welche dank des Updates Betrügern wieder einen Schritt voraus bleiben.

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Autor Alexander PischelAutor Alexander Pischel ist Innovations-Analyst bei den Alpha Star Fonds. Alpha Star verfolgt mit seinen Aktienfonds das Ziel, in innovative Qualitätsunternehmen aus dem Mittelstand zu investieren. Folgen Sie uns auf Linkedin: Alpha Star / Alexander Pischel.

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