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Sicherheit im Helm

07.12.2022 - Seit 1976 gilt in der Bundesrepublik für einige Verkehrsteilnehmer das verpflichtende Tragen von Helmen zur Reduktion des Verletzungsrisikos. Die meisten Helme haben allerdings eine entscheidende Schwachstelle.

Sicherheit im Helm

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Nach einer anstrengenden Woche ist es am Samstag endlich wieder so weit: Mit dem Mountainbike durch den Wald. Ein Hobby, welches Konzentration, Ausdauer und schnelle Reaktionen erfordert. Doch manchmal reicht das alles nicht und es kommt zum Unfall. Für so einen Fall trägt man einen Helm, so möchte man meinen, doch es kommt zum Worst-Case-Szenario: Eine übersehene Wurzel bringt das Vorderrad zum Stillstand. Durch die Geschwindigkeit überschlägt sich das Bike vornüber. Die Aufprallenergie trifft den Kopf nicht direkt, sondern schräg. Zwar fängt die Schutzschicht des Helms den linearen Schock des Zusammenstoßes ab, durch den ungünstigen Winkel treten allerdings noch gefährlichere Kräfte auf, die sogenannte Rotationsenergie. Trotz getragenen Helms kommt es zur Gehirnerschütterung.

Verschiedene Helme, selbes Inlay

Gefährliche Krafteinwirkung

Bei der sogenannten Rotationsenergie handelt es sich, wie der Name schon erahnen lässt, um Kräfte, welche einen rotationsartigen Schock auf das Gehirn übertragen. Dieser stellt das geleeartige Gewebe auf eine harte Belastungsprobe. Durch die schnelle Rotationsbewegung des Kopfes können die Brückennerven, welche das Gehirn mit Blut versorgen, überdehnt werden.

Diese Kräfte treten vor allem bei einer schrägen Einwirkung von Kraft auf. Das Testverfahren, mit dem die Sicherheit von Helmen getestet wird, berücksichtigen allerdings nur direkte Krafteinwirkung, welche zentral auf den Helm trifft. Zentrale Krafteinwirkung auf den Helm, wie bei einem komplett senkrechten Sturz, ist aber ein Szenario, welches so nur selten auftritt.

Test der verschiedenen Helme

Indikator für Schutz

Nur wenige Helme schützen gegen diese Gefahr. Dass ein Helm imstande dazu ist, die Rotationsenergie abzufangen, ist erkennbar an dem gelben MIPS-Logo an der Seite des Helms. Es ist Indikator dafür, dass in den Helm eine schützende Schale integriert ist, welche in der Lage ist im Fall eines Aufpralls die Rotationsenergie zu absorbieren. Dies geschieht, indem sie sich diese innere Schale geringfügig verschiebt und die Krafteinwirkung abbremst.

Statt eines abrupten Abbremsens des Kopfes in der Sekunde des Aufpralls wirken die kinetischen Kräfte verzögert und abgeschwächt, da ein großer Teil der Energie durch das Verschieben der Innenschale verloren geht. Auch wird die übrige Kraft auf den Kopf verteilt, sodass keine Bereiche des Gehirns versetzt zueinander bewegt werden und somit eine Überdehnung ausbleibt.

Da Mips der einzige Produzent dieses Sicherheitssystems ist, kommen die Helm-Einlagen in fast allen Helm-Arten vor. Von klassischen Faltradhelmen, über Motor­sport-Equipment, bis hin zu Bausicherheit, in all diesen Sektoren lassen sich auf manchen Helmen die gelben Logos finden. Dieses ist bereits für viele Nutzer Pflicht, auch wenn die Rotationskräfte momentan nur in den Testverfahren von Motorrädern berücksichtigt werden. Mips ist damit für die zukünftige Entwicklung bestens aufgestellt.

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Autor Alexander PischelAutor Alexander Pischel ist Innovations-Analyst bei den Alpha Star Fonds. Alpha Star verfolgt mit seinen Aktienfonds das Ziel, in innovative Qualitätsunternehmen aus dem Mittelstand zu investieren. Folgen Sie uns auf Linkedin: Alpha Star / Alexander Pischel.

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