Sicherheit im Helm

27.07.2022 - Helm tragen ist Pflicht, sowohl im rechtlichen Sinne, als auch aus einem Sicherheitsaspekt. Diese bieten allerdings nicht so viel Schutz, wie man vielleicht annehmen möchte.

Sicherheit im Helm

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Nach einer anstrengenden Woche ist es am Samstag endlich wieder so weit, mit dem Mountainbike durch den Wald. Ein Hobby, welches Konzentration, Ausdauer und schnelle Reaktionen erfordert. Doch manchmal reich das alles nicht und es kommt zum Unfall. Für so einen Fall trägt man einen Helm, so möchte man meinen, doch es kommt zum Worst-Case-Szenario: Eine übersehene Wurzel bringt das Vorderrad zum Stillstand. Durch die Geschwindigkeit überschlägt sich das Bike vornüber. Die Aufprallenergie trifft den Kopf nicht direkt, sondern schräg. Zwar fängt die Schutzschicht des Helms den linearen Schock des Zusammenstoßes ab, durch den ungünstigen Winkel treten allerdings noch gefährlicher Kräfte auf, die sogenannte Rotationsenergie. Trotz getragenen Helms kommt es zur Gehirnerschütterung.

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Gefährliche Krafteinwirkung

Bei der sogenannten Rotationsenergie handelt es, wie der Name schon erahnen lässt, um Kräfte, welche einen rotationsartigen Schock auf das Gehirn übertragen. Dieser stellt das geleeartige Gewebe auf eine harte Belastungsprobe. Durch die schnelle Rotationsbewegung des Kopfes können die Brückennerven, welche das Gehirn mit Blut versorgen, überdehnt werden.

Diese Kräfte treten vor allem bei einer schrägen Einwirkung von Kraft auf. Das Testverfahren, nach welchem die Sicherheit von Helmen getestet wird, berücksichtigen allerdings nur direkte Kräfte, welche zentral auf den Helm einwirken. Eine zentrale Krafteinwirkung auf den Helm ist aber ein Szenario, welche so nur selten auftritt.

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Indikator für Schutz

Nur wenige Helme schützen gegen diese Gefahr. Dass ein Helm in der Laage ist, die Rotationsenergie abzufangen, ist erkennbar an dem gelben MIPS-Logo an der Seite des Helms. Es bedeutet nicht etwa, dass es sich hier um einen Helm dieser Marke handelt, es bedeutet, dass der Helm eine schützende Schale des Unter­nehmens Mips enthält. Im Fall eines Aufpralls kann diese die Energie absorbiert, in dem sie sich geringfügig verschiebt.

Statt eines abrupten Abbremsens des Kopfes in der Sekunde des Aufpralls wirken hierdurch die kinetischen Kräfte verzögert und abgeschwächt, da ein großer Teil der Energie durch das Verschieben der Innenschale verloren geht. Auch wird die übrige Kraft auf den Kopf verteilt, sodass keine Bereiche des Gehirns versetzt zueinander bewegt werden.

Da Mips der einzige Produzent dieses Sicherheitssystems ist, kommen die Helm-Einlagen in fast allen Helm-Arten vor. Von klassischen Faltradhelmen, über Motor­sport-Equipment, bis hin zu Bausicherheit, in all diesen Sektoren lassen sich auf manchen Helmen die gelben Logos finden. Dieses ist bereits für viele Nutzer Pflicht, auch wenn die Rotationskräfte momentan nur in den Testverfahren von Motorrädern berücksichtigt werden. Mips ist damit für die zukünftige Entwicklung bestens aufgestellt.

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Autor Alexander PischelAutor Alexander Pischel ist Innovations-Analyst bei den Alpha Star Fonds. Alpha Star verfolgt mit seinen Aktienfonds das Ziel, in innovative Qualitätsunternehmen aus dem Mittelstand zu investieren. Folgen Sie uns auf Linkedin: Alpha Star / Alexander Pischel.

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